Was steckt hinter „Maakt in Oostfreesland“?

Seit über 15 Jahren engagiert sich der Verein Oostfreeske Taal für den Erhalt unserer plattdeutschen Sprache und Kultur. Gemeinsam mit dem Plattdütskbüro der Ostfriesischen Landschaft ist es uns in den letzten Jahren gelungen, das negative Ansehen der plattdeutschen Sprache zu verbessern. Langsam macht sich bei den Ostfriesen die Erkenntnis breit, dass sie wieder stolz auf ihre Muttersprache sein dürfen, sie sich aber persönlich dafür einsetzen müssen, wenn Plattdeutsch eine Zukunft haben soll.
Von regionaler Bedeutung sind in diesem Zusammenhang die frühe zweisprachige Entwicklung unseren Kinder, die kommunikativen Kompetenzen zweisprachiger Menschen und die regionale Identität.
Bei all unseren Projekten, die wir für den Erhalt der plattdeutschen Sprache durchgeführt haben, bedauern zunehmend junge Menschen in Ostfriesland, dass sie nicht zweisprachig aufgewachsen sind. Ihre Eltern und auch die Schule haben ihnen in der Regel keine Möglichkeit gegeben, Plattdeutsch überhaupt noch zu erlernen.
Überdies finden wir in den ostfriesischen Dörfern und Städten immer noch viele junge Leute, die in ihren Familien und an ihrem Arbeitsplatz Plattdeutsch sprechen. Bei Schülern liegt das aktive Sprachvermögen bei allen Schultypen noch bei 20 – 25 %. Verstehen können es sogar ungefähr 50 %. Selbst die jungen Leute, die nur Hochdeutsch sprechen, berichteten, dass sie gern mithelfen möchten die plattdeutsche Sprache zu erhalten.
Oostfreeske Taal nimmt diesen Umstand schon seit längerem zur Kenntnis und hat jetzt endlich einen Weg gefunden, junge Ostfriesen wieder näher an ihre Regionalsprache heranzuführen. Die Kampagne „Maakt in Oostfreesland“ will daran erinnern, dass jungen Menschen auch mit ihrer Muttersprache die ganze Welt offen steht, und sie stolz darauf sein können, aus einer Region zu stammen, die noch über eine eigene Sprache verfügt. Die Kampagne schafft so eine Anreiz und eine emotionale Identifikation, die die Jugendlichen mitten in ihrer Lebenswelt trifft.
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